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Charles kam aus
seinem Ski-Urlaub zurück und verabredete sich drei Tage später
mit Diana in Windsor Castle. Gegen Abend sagte er ihr, dass er
sie vermisst hätte und bat in aller Förmlichkeit um ihre Hand
an. Diana, die schon instinktiv geahnt hatte, dass er ihr einen
Antrag machen würde, musste einfach kichern. Charles immer noch
sehr ernst, unterstrich seinen Antrag, indem er sie darauf
aufmerksam machte, dass sie eines Tages Königin von England
werden würde. Diana sagte ja, obwohl sie eine innere Stimme
warnte. Sie war überglücklich und sagte ihm mehrmals, wie sehr
sie ihn lieben würde. Charles äußerte sich: "Was immer Liebe
bedeutet." Dann ließ er Diana allein, um seine Mutter
anzurufen. Als Diana ihren Freundinnen von dem Heiratsantrag des
Prinzen erzählte, waren diese begeistert und köpften erst einmal
eine Flasche Champagner. Diana, die so glücklich war, teilte
ihrer Familie die Neuigkeit am nächsten Tag mit. |
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Um sich auf den
zukünftigen Trubel vorzubereiten nahm sich Diana einen Urlaub,
und flog mit ihrer Mutter Frances und ihren Stiefvater Peter
nach Australien, um dort in aller Abgeschiedenheit, eine
Schafsfarm zu besuchen. Während die Welt fieberhaft nach der
scheuen Lady Di, so nannte man sie mittlerweile, suchte,
bereitete Diana mit ihrer Mutter die Hochzeit vor. Diana, die
ihren Prinzen vermisste, versuchte ihn vergeblich anzurufen
und war enttäuscht, dass er nie zurück rief. Charles hingegen
behauptete, dass er sie sehr wohl angerufen hätte. Er
schilderte von einem Telefonat, wo
er versucht hatte, sie zu erreichen, jedoch glaubte man ihm
nicht, dass er der Prinz von Wales war. Nachdem Diana zurück
in London war, erhielt sie einen Blumenstrauß ohne Karte und
Diana glaubte, dass die Blumen nur anstandsmässig von seinem
Büro geschickt wurden. Diana war darüber sehr traurig. |
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Kurz vor der
Bekanntgabe der Verlobung musste Diana ihre Wohnung verlassen
und zog in vorerst ins Clarence House ein. Beim Abschied sagte
ihr erster Leibwächter Paul Officer "Sie müssen wissen, dass
dies ihr letzter Abend in Freiheit ist, also machen Sie das
Beste daraus". Sie hatte das Gefühl, als wenn ein Schwert
durch ihr Herz raste. Diana kam an und musste feststellen,
dass niemand da war, der sie begrüßte. Das einzige was sie
vorfand, war ein Brief von Camilla. Camilla begrüßte die
Neuigkeit der Verlobung und lud sie zum Essen ein. Der Brief
war schon einige Tage vor Bekanntgabe der Verlobung
geschrieben worden und Diana wurde klar, dass Camilla wieder
einmal bestens über alles Bescheid wusste. Bei dem Treffen
wurde Diana von Camilla mit Fragen konfrontiert, ob sie zum
z.B. zum Jagen gehen würde. Camilla schien sichtlich
erleichtert, dass Diana die Frage mit Nein beantwortete. Erst
später wurde ihr klar, dass Camilla froh war, ihr Revier zu
behalten. |
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So sehr Diana sich
auch freute, die Auserwählte des Prinzen zu sein, musste sie
dennoch feststellen, dass das Leben in der Königsfamilie nicht
einfach war. Sie sollte viele Aufgaben erfüllen und
Entscheidungen treffen, bekam allerdings keine Hilfe zu
geteilt. Sie stand ständig unter Druck, Fehler zu machen. Für
Diana, die gerne Perfekt sein wollte, war dies ein Alptraum.
In der Zeit, wo keine Termine waren, hatte niemand Zeit für
sie. Sie war von der Außenwelt isoliert. Charles war ihr auch
keine besondere Hilfe. Nur nach einer Woche ihrer Verlobung,
begann bei Diana eine Krankheit einzusetzen. Auslöser war eine
Bemerkung von Charles. Er fasste ihr um die Taille und meinte:
"Na, ein bisschen Speck haben wir da, oder?" Diese Aussage
verletzte Diana tief. Sie wollte doch ihren Prinzen gefallen,
also entschloss sie sich, abzunehmen. Doch durch ihren
innerlichen Druck musste sie Essen und Essen. Danach spuckte
sie alles wieder aus. Es war ein Teufelskreis und Diana nahm
innerhalb weniger Monate rapide ab. |
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Diana, die keine
besondere Garderobe besaß, musste sich neue Kleidung zu legen.
Auch ihr Hochzeitskleid musste in Auftrag gegeben werden. Sie entschied
sich, diese Aufgabe dem Designerpaar Emanuel zu übergeben. Das
Designerpaar entwarf nicht nur das Hochzeitskleid, sondern auch
ein schwarzes Taftkleid, welches sie an ihrem ersten abendlichen
Auftritt bei der Aufführung Theme and Variations trug. Das Kleid war eine Sensation,
war es doch besonders tief dekolletiert. Charles fand das Kleid
nicht besonders ansprechend und meinte zu ihr, dass die Farbe
Schwarz nur in Trauer getragen werden sollte. Tief verunsichert
ging Diana, um sich eine Scharr von Fotografen zu stellen, zur
Goldsmiths' Hall. Niemand bemerkte ihre Unsicherheit. Diana war
perfekt und konnte ihre wahren Gefühle verbergen. Eine
Eigenschaft, die sie noch oft einsetzen musste.
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Die Welt bekam fast
immer eine fröhliche, glückliche, ausgeglichne Diana zu sehen.
Doch die wahre Diana war tief beunruhigt, ob ihre Entscheidung,
den Prinzen von Wales, zu heiraten, richtig war. Es gab genügend
Anlässe an die aufrichtige Liebe ihres Verlobten zu zweifeln.
Kurz vor der Hochzeit überlegte Diana ernsthaft, die Hochzeit
abzusagen. Sie hatte im Büro des BP ein Päckchen gefunden und
öffnete es. In dem Päckchen befand sich ein Armband, welches die
Initialen F und G hatte. Diana wurde klar, dass es sich hierbei
um die Kosenamen ihres Zukünftigen und Camilla handelte. Diana
konnte nicht verstehen, warum Charles einer anderen Frau ein
Geschenk machen wollte. Sie stellte Charles zur Rede. Der jedoch
konnte Diana nicht verstehen und meinte nur, dass es ein
Geschenk für eine Freundin sei. Trotz Dianas tränenreicher
Einwände setzte sich Charles durch und fuhr ohne Leibwächter zu
Camilla, um ihr das Armband zu schenken. Allerdings besänftigte
Charles seine Braut, indem er ihr am Vorabend der Hochzeit eine
Karte schickte: "Ich bin so stolz auf dich, und wenn du morgen
den Gang heraufkommst, werde ich am Altar auf dich warten." Wie
konnte Diana, die den Prinzen so sehr liebte, da noch
widerstehen. |
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