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Höllische Kopfschmerzen, Bauchweh,
Schwindelgefühle, Übelkeit nach jedem Bissen! Warum muß es einer Frau so schlecht
gehen, nur weil sie schwanger ist? Diana konnte es nicht begreifen. Sie freute sich doch
auf das Baby. Endlich würde sie eine Aufgabe haben, die ihr ganz entsprach. Doch als die
Königin am 5. November 1981, nur vier Monate nach der Hochzeit, die Schwangerschaft ihrer
Schwiegertochter offiziell verkünden ließ, war es mit Dianas Ruhe vorbei. Unzählige
Glückwunschbriefe gingen im Palast ein.
,,Die ganze Welt schaut auf meinen Bauch", beklagte sich Diana damals. Der
Medienrummel, der ohnehin schon sehr bedrückend war, nahm wirklich unvorstellbare
Ausmaße an. Und es war klar, was Volk, Königreich und Krone wollten: einen Sohn, Erben
und weiteren Thronfolger! Diana war nicht zum Jubeln zumute. Ihr war
schlecht! Die Queen zeigte sich beunruhigt und reduzierte Dianas öffentliche
Auftritte erheblich. Für Prinz Charles war es eine ganz fürchterliche Zeit. Er sah seine Frau leiden
und wußte nicht, wie er ihr helfen konnte. Warum riss
Diana sich nicht mehr zusammen? Sie
war schließlich nicht die erste Frau, die ein Baby bekam! Immer wieder schaffte es Diana,
in der Öffentlichkeit Haltung zu bewahren.
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Der Eingang vor dem St. Marys Hospital war seit Tagen von Schaulustigen und
Fotografen belagert. Die halbe Welt fieberte der Niederkunft entgegen, die Zeitungen
kannten kein anderes Thema mehr.
"Ich glaube, ganz England lag mit mir in den Wehen", sagte Diana später,
"meine Ängste aber auch der Druck, der auf mir lastete, waren entsetzlich".
Am 21. Juni 1982 brachte Diana ein gesundes Baby zur Welt. Hurra, es war ein Junge!
William, der Thronerbe! Ihr Krankenhauszimmer glich einem Blumenmeer, rote Rosen überall.
Die Prinzessin war zwar völlig erschöpft, aber sehr, sehr glücklich. Es war eine
schwierige Geburt, die sehr lange dauerte. Doch die Qualen waren schnell vergessen, jetzt
zählte nur noch das niedliche Baby in ihrem Arm.
Von draußen konnte man die Jubelrufe hören: "Hoch lebe Diana"!
Sie blieb nur einen Tag im Krankenhaus. Als Charles und Diana mit dem Baby auf dem
Arm vor dem Portal der Klinik standen, applaudierte die Menge, und einer rief:
,,Machs noch einmal, Charles!" Befreites Lachen auf allen Gesichtern. Es war
geschafft, die Fotografen hatten ihre Bilder, und sie konnten nach Hause fahren. |
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Diana ruhte sich gründlich aus. Ein Kindermädchen
und eine Säuglingsschwester kümmerten sich um den
winzigen William. Charles war so
begeistert von seinem Stammhalter, dass er gar nicht die Augen von ihm wenden konnte. Er
überreichte seiner Frau als Zeichen des Dankes und des Glücks eine kleine Halskette mit
Diamanten. Aber er vergaß, ihr die nötige Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken.
Diana bekam eine arge Schwangerschaftsdepression. Sie weinte viel, ohne zu wissen
warum. Oft blieb sie ganze Tage lang im abgedunkelten Schlafzimmer im Bett. Sie fühlte
sich leer und nutzlos. Charles konnte das nicht verstehen. Warum war sie nicht glücklich
und zufrieden? Was fehlte Diana? Es wurden Psychologen hinzugezogen. Die Königin war
fassungslos, als sie hörte, was im Kensington-Palast los war. Wieso war ihre
Schwiegertochter so labil? Sie hatte doch alles, was ein Frauenherz begehrt. Verständnis
brachte niemand auf, weder Dianas eigener Mann noch die übrige Königsfamilie. Und wieder
wurde sie mit Vorwürfen bombardiert, wieder hatte sie das Gefühl, alles falsch zu
machen. Dabei wäre es so einfach gewesen, ihr zu helfen. Diana brauchte nur Ruhe und
Geduld. Glücklicherweise konnte Diana ihre depressive Phase recht bald überwinden. Sie
freute sich über das Baby und stillte es mit Hingabe. Auch Prinz Charles war ganz
vernarrt in den kleinen Kerl, die drei wuchsen zu einer richtigen Familie zusammen. |
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Diana kümmerte sich trotz des Kindermädchens ganz
intensiv um ihren Sohn. Charles bewies ein gewisses Talent in der Babypflege. Bedienstete
berichteten gerührt, der Thronfolger habe mit William in einer Badewanne gelegen.
Wille war gerade erst neun Monate alt, da mussten
seine Eltern zu einem Staatsbesuch nach Australien.
Sechs Wochen würde diese Reise dauern. Für Diana kam eine so lange Trennung von
ihrem Sohn nicht in Frage. Sie bestand darauf, William mitzunehmen. Das erklärte sie auch
der Königin, die diesen Wunsch erwartungsgemäß kategorisch ablehnte. Daraufhin drohte
Diana, mit ihrem Sohn in London zu bleiben. Sie ließ keinen Zweifel daran offen, ihre
Drohung auch Wahrzumachen. Eine verzwickte Situation für Königin Elizabeth, denn sie
wusste, die Australier wären bitter enttäuscht, käme Charles allein. Diana blieb stur.
Die Queen gestattete es. Der Australienbesuch wurde ein voller Erfolg. Überall
Begeisterungsstürme und Jubel. Diana legte sogar ihre Schüchternheit ab, konnte
ungezwungen auf fremde Leute zugehen und mit ihnen plaudern.
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Noch im selben Jahr wurde Diana erneut schwanger.
Charles nahm die Neuigkeiten begeistert auf. Er besorgte sich sämtliche Fachliteratur
über Schwangerschaft und Babys. Den Vorwurf, er könne die Probleme einer werdenden
Mutter nicht verstehen, wollte er sich nicht noch einmal machen lassen. Er hoffte
inständig auf ein kleines niedliches Mädchen.
Aber am 15. September 1984 erblickte der zweite Sohn Prinz Harry, mit 3118g, das
Licht der Welt.
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Diana war eine vorbildliche Mutter für ihre Söhne
William und Harry. Sie standen immer an erster Stelle in ihrem Leben. Diana hat ihre
Kinder über alle Maßen geliebt, beschützt und verwöhnt. Sie waren ihr ein und alles.
Schon als kleines Mädchen wollte Diana mindestens fünf Kinder haben. Später, als
,,Königin der Herzen", wollte Diana die Mutter der ganzen Nation sein, die Mutter
für Arme und Kranke auf der ganzen Welt. William und Harry waren ihr ganzes Glück. Diana
nahm die Mutterrolle mit Hingabe und Leidenschaft an. Sie wollte, dass
ihre Söhne eine
möglichst normale Kindheit erlebten, auch wenn das oft sehr schwierig war.
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Wie jede junge Mutter spielte und tollte sie mit
ihren Jungs herum und achtete sehr darauf, dass die
Kindermädchen nicht zu viel
Einfluss erhielten. Es kam für Diana nicht in Frage, dass
Gouvernanten die Erziehung übernahmen,
was in Adelskreisen eigentlich üblich ist. Nach zwei Entlassungen kam die lebenslustige
Tiggy Legge-Bourke als Kindermädchen. Und nun begann ein wahres Kindermädchen-Drama:
Diana unterstellte Tiggy, sie würde sich als Hausherrin aufspielen, ihrem Mann schöne
Augen machen und die Kinder für sich vereinnahmen. William und Harry liebten Tiggy
tatsächlich, und sie ist auch heute, nach Dianas tragischem Tod, eine ganz wichtige
Bezugsperson für beide.
Diana liebte es, ihre Söhne ganz für sich zu haben. Sie verbrachte soviel Zeit
wie nur irgend möglich mit ihnen. Diana war liebevolle Mutti und beste Spielkameradin in
einer Person. Es gab keinen kindlichen Spaß, den sie nicht mitgemacht hätte:
Rollschuhlaufen auf den langen Fluren des Kensington-Palastes, Gummibärchen -
Wettessen, Wildwasserbahn-Fahren oder Geisterspiele mit Bettlaken. Manchmal ärgerten die drei sogar gemeinsam die
vornehmen alten Diener, indem sie immer wieder irgendwelche Dinge versteckten.
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Prinz Charles war von dem ausgelassenen Treiben in seinem Haus nicht immer
begeistert. Er bestand darauf, dass seine Söhne möglichst frühzeitig an die Erfüllung
ihrer künftigen Pflichten gewöhnt würden. Dazu gehörten Disziplin, Ordnung,
erstklassige Manieren und auch Ruhe. Gerade William sollte nach königlichen Prinzipien
erzogen werden. Schließlich sieht die Thronfolge eines Tages ihn als Nachfolger seines
Vaters vor.
Charles selbst erhielt eine strenge Erziehung, er hatte schon als Vierjähriger
eine Privatlehrerin und mehrere Gouvernanten. Da Dianas Vorstellungen von Erziehung,
Bildung und Kindheit so ganz anders waren, gab es oft Streit zwischen den Eheleuten.
Charles wollte seine Söhne ebenfalls die ersten Jahre von einer Privatlehrerin erziehen
lassen. Diana bestand auf einem öffentlichen Kindergarten. Damit William und Harry mit
Gleichaltrigen spielen konnten. Natürlich stand die Königin ganz auf der Seite ihres
Sohnes, und es war fast ein kleines Wunder, dass
die beiden tatsächlich einige Male in
Kindergarten im Zentrum Londons waren. Später besuchten Dianas Söhne die öffentlichen
Schulen Wetherby und danach das Ludgrove-Internat. Auch wenn es in adligen Kreisen selbstverständlich
ist, die Kinder auf ein Internat zu schicken, war es doch ein schmerzlicher Abschied für
Prinzessin Diana. Denn sie liebte es natürlich, ihre Kinder bei sich zu haben, wenn sie
abends allein im Kensington-Palast war und sich einsam fühlte.
Im Juni 1991 wurde Prinz William versehentlich im Internat von einem
Klassenkameraden mit einem Golfschläger getroffen. Diana raste ins Krankenhaus. William
hatte einen Schädelbruch, schwere Prellungen musste
sofort operiert werden. Aber Charles
verließ das Krankenhaus, um einer Aufführung beizuwohnen. Die Operation dauerte 75
Minuten. Diana verstand nicht wie ein Vater seinen Sohn in diesem Moment allein lassen
kann. Als William erwachte, sitzt sie neben ihm.
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Ihre Söhne waren Dianas Vertraute. Sie scheute sich nicht, ihre Gefühle offen und
ehrlich zu zeigen. Wenn sich Diana mal wieder weinend auf der Toilette einschloss
und
überhaupt nicht mehr herauskommen wollte, schob William seiner Mami Kleenex-Tücher unter
den Türspalt hindurch. Er hockte sich vor das Badezimmer und sprach mit ihr. Irgendwie
schaffte er es schließlich immer, dass sie herauskam. Und dann nahm er sie ganz lieb in
seine kleinen Arme. Diana vermied es, schlecht von Charles zu reden. Auch über seine Liebesnächte mit
Camilla sprach sie nicht. Aber ihre Tränen konnte sie nicht vor den Kindern verbergen. Sie haben ganz sicher
viel vom Unglück der Mutter mitbekommen. Diana hatte deswegen immer ein schlechtes
Gewissen. Sie wusste nur zu genau, wie sehr Kinderseelen leiden, wenn die Eltern sich
streiten. Sie wollte es doch einmal besser machen, ihren eigenen Kindern diesen Kummer
ersparen.
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Diana machte sich immer größere Sorgen um ihren Jüngsten. Er war so ein
zartes Kind, so verletzbar und still. Harry träumte oft in den Tag hinein, während
William ein richtiger Raufbold war. Er konnte laut und wild sein, aber auch eine ganze
Menge einstecken. Sein kleiner Bruder war verschmuster. Es gibt unzählige Fotos auf denen
Diana Körperkontakt zu Harry suchte. Mal streichelte sie ihm übers Haar, dann nahm sie
ihn in den Arm oder legte ihre Hand auf seine. Sie hatte immer das Gefühl, ihn
beschützen zu müssen. Harry wurde von Diana verhätschelt. Es war ihre Art, ihm seine
Traurigkeit wegen der zerrütteten Familie von der Seele zu nehmen. Mit William, ihrem
geliebten Großen, ging Diana anders um. Er war ihr Verbündeter, ihr Gesprächspartner
und Ratgeber. Wenn in der Presse irgendwelche Skandalgeschichten aufkamen, fuhr sie in
seine Schule und besprach alles mit ihm. Sie erklärte William, was vorgefallen war und
bat um Verständnis.
Auch wenn es um so delikate Dinge wie das Camilla-Tonband, das James Hewitt-Buch
oder das ,,Tintenfischen-Gespräch" ging. Es müssen entsetzlich schwierige Momente
in Dianas Leben gewesen sein!
Und es rührte sie, wie besorgt William um ihr Wohl war.
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Diana war eine hingebungsvolle Mutter. Aber es
wäre ganz falsch anzunehmen, Charles wäre ein schlechter Vater gewesen. Auch er liebte
seine Söhne und versuchte, allen Kummer von ihnen zu nehmen. Er hatte nur eine ganz
andere Art, mit den Kindern umzugehen. Charles konnte ihnen nicht die gleiche
Zärtlichkeit schenken wie Diana. Die Ursache hierfür liegt sicher in seiner Kindheit. Er
durfte als kleiner Junge keine Gefühle zeigen. Und so ist es kein Wunder, wenn er William
und Harry zu richtigen Männern erziehen wollte. Charles ging mit ihnen zur Jagd oder zum
Fischen. Er war stolz, wenn sie einen Hasen erlegten oder gute Noten in Sport hatten.
Charles klopfte seinem Ältesten augenzwinkernd auf die Schultern, als er mit 14 mit einer
Champagner-Flasche auf dem Schulhof erwischt wurde und die ersten Mädchengeschichten
ruchbar wurden. Er verbrachte einen Teil der Schulferien mit seinen Söhnen in Schottland,
unternahm lange Wanderungen und erklärte ihnen die Schönheiten der Natur.
Diana flog mit William und Harry lieber in die Ferne. Die Kinder hatten immer viel
Spaß mit ihrer Mami: Schwimmen in der Karibik, Wasserski im Mittelmeer,
Schneeballschlachten in der Schweiz. In den Ferien durften die Jungs einfach alles, vor
allem aber ganz Kind sein. Sie durften Hamburger aus dem Papier futtern, Comic Hefte
lesen, mit anderen Jungs in der Hotelanlage herumtoben. Und das alles bedeutet viel, wenn
man als Königskind geboren wurde! Zuhause in London oder auch im Elite-Internat Eton müssen sie
Spezial-Armbänder
tragen, die winzige Ortungsgeräte sind. Im Falle einer Entführung kann die Polizei
sofort feststellen, wo sich die Kinder des Thronfolger-Paares aufhalten.
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Es ist gar nicht vorstellbar, wie groß der Verlust der geliebten Mutter für
William und Harry ist. Das Bild, wie sie mit leeren Augen hinter dem Sarg ihrer Mummy
hergehen, bleibt der Welt auf ewig unvergessen. Und eins ist sicher: Hätte Diana das
miterlebt, ihr Herz wäre zersprungen. Sie war immer so sehr besorgt, die dunklen Seiten
des Lebens von ihrem Kindern zu nehmen.
Leider konnte Diana nicht verhindern, dass
ihre Familie zerbrach. Am 28. August
1996 wurde ihre Ehe mit Prinz Charles geschieden. Sie wollte diesen endgültigen Schritt
nie. Einzig für ihre beiden Söhne wollte sie verheiratet bleiben, sie sollten keine
Scheidungskinder werden. Die Verhandlungen mit den Rechtsanwälten gestalteten sich
schwierig. Natürlich ging es ums Geld. Aber nicht nur. Sie kämpfte wie eine Löwin um
ihre Kinder. Natürlich wusste
sie, dass
die Königin von England immer ein
Mitspracherecht bei der Erziehung haben würde.
Aber sie war die Mutter, sie wollte das Feld nicht ohne Bedingungen räumen. Das
Ergebnis stellte die Prinzessin nicht zufrieden, doch mehr war nicht herauszuholen: Diana
wurde zur geschiedenen Ehefrau, zur Mutter mit geteiltem Sorgerecht für die Söhne
William und Harry. 57 Tage im Jahr durfte sie mit den Kindern allein verbringen.
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